Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Summer Breeze Rückblick

Veröffentlicht am von Nimiera

Jetzt werde ich mal die Gelegenheit nutzen und berichten.

 

Wikipedia sagt folgendes zum Summer Breeze:

 

"Summer Breeze ist ein seit 1997 stattfindendes Metal-Festival in Deutschland. Die Veranstaltung fand bis 2005 in Abtsgmünd in der Nähe von Aalen statt und zog 2006 in das 40 km entfernte Dinkelsbühl um. Jährlich verzeichnet es etwa 40.000 Besucher.

Der Schwerpunkt der Bandauswahl liegt im Extreme Metal, es sind jedoch immer auch Bands aus anderen Metalrichtungen, Punk oder Hard Rock vertreten.

1997 traten noch keine allzu prominenten Bands auf, 1998 fand das Festival nicht statt."

Meiner Meinung nach haben die vergessen, dass es auch oft Gothicbands und jedes Jahr Mittelalterbands dort zu sehen gibt.

Für ein Metalfestival ist die Mischung wirklich sehr gelungen und das merkt man auch an den Besuchern. Ein bunte Mischung tummelt sich auf dem Platz.

Ich finde, dass entspannt die Atmosphäre unheimlich. Die Leute sind nicht so eingefahren und feiern einfach alle zusammen.

 

Für mich bedeutet das Summer Breeze einfach Urlaub.... hihi, ich weiß, ich könnte auch einfach ans Meer fahren :o)

Diese drei Tage sind doch ziemlicher Ausnahmezustand: Campen, Dixiklos, Duschen ist nur was für Mädchen (wozu hat man ein Deo!), um mich herum sind die meisten mit Biertrinken beschäftigt (allerdings wird es selten unangenehm mit den Leuten), wenn man Pech hat ist alles schlammig vor Regen oder man kann der Sonne nicht entkommen (wie in diesem Jahr), die Nächt sind kurz....

Wenn ich mir das so durchlese, klingt das nach Gründen nicht dorthin zu fahren.

 

Aber mal abgesehen davon, dass es auch sehr gut tun kann, diese Zustände zu erleben (denn mal ehrlich, gerade mit kleinen Kindern zu hause und einem dadurch geregelten Tagesablauf, ist das Ausbrechen auch mal sehr befreiend!) gibt es auf dem Festival auch noch die Musik, das gemütliche Zusammensitzen unter freien Himmel, Sonnenuntergänge, Sternschnuppen...

 

Manu und ich haben uns angewöhnt morgens schon so um Acht in das Städtchen zu fahren. Die Festivalbetreiber haben dafür extra einen kostenlosen Shuttlebus eingerichtet, der pendelt den ganzen Tag.

Ich habe ja schon erwähnt, dass Dinkelsbühl einen wunderschönen historischen Ortskern hat. Durch einen Grüngürtel mit Fluss kommt man zur Stadtmauer mit kleinen Torbögen. Die Häuser im Stadtkern sind durchweg alt! Und auch die Läden sind in die historische Fassade integriert... das macht es gar nicht so einfach einen Schlecker oder so zu erkennen :o)

Wir suchen uns dann ein Café und genießen ein Fühstück (möglichst draußen sitzend) und vor allem ein sauberes Klo, unser tägliches Stück Luxus :o)

Dieses Jahr haben wir ein besonders nettes Café gefunden. Die Dame hat extra für uns Brötchen mit Salat etc belegt und drei ältere Herren verwickelten uns in ein Gespräch. Offenbar waren sie sehr stolz, dass die "schwarzen Horden" in ihrem Dinkelsbühl gastieren. Es war schon regelrecht niedlich, wie eifrig sie sich darüber ausließen, dass wir ja alle so nett und freundlich wären!

Sollten wir nächstes Jahr wieder kommen, werden wir bestimmt wieder mal dort frühstücken!

 

Dieses Jahr haben wir es gewagt und sind Nachts nach Hause gefahren. Nach der letzten Band sind wir zum Auto gestiefelt und um 2 Uhr sind wir los. Die Autobahn war total leer und wir konnten prima durchrauschen. Aber dadurch, dass ich die einzige Fahrerin war, wurde es zum Schluss doch etwas heikel. Eine längere Pause, Bewegung und ordentlich Kaffee waren die Rettung, die uns um 7 Uhr letztlich bei meiner Familie einfahren lassen hat.

Es war ein Test wert, zumal Sonntag der letzte Ferientag war und man tagsüber mit Stau rechnen musste. Allerdings würde ich das nur nochmal machen, wenn wir mindestens zwei Fahrer sind und einer zwischendurch schlafen kann!

 

Immerhin konnten wir aber so noch mit meinen Kindern zum Mittelalter Spektakel fahren. Das war ein wunderschöner Abschluss für mein Urlaubswochenende! Die Kinder haben es genossen, die Musik zu hören, auf der Wiese zu sitzen, sich die Menschen und Stände anzuschaun und sich mit mir eine Strohschlacht zu liefern (oh man, ich sah nachher aus...)

 

So, jetzt habe ich meinen Kopf leer erzählt!

Es gibt noch eine Geschichte von einer Summer Breeze Socke, aber die hat einen eigenen Artikel verdient und wird ein anderes mal erzählt :o)

 

Kommentiere diesen Post

Margot 08/24/2009 11:20

Wenn man kleine Kinder hat, dann ist jedes Wegkommen wie Urlaub. Zeit für sich selbst und Zeit für "Erwachenengespräche". Ich glaube es dir gerne, dass du es sehr genossen hast. Solche Festivals sind nichts mehr für mich, ich mag lieber ein Bett zum Schlafen, aber früher einmal habe ich sämtliche Metal-Konzerte besucht, die irgendwo in der Gegend waren. Wollte nämlich gerne Rockerin sein. An das Ohrensausen danach kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Und entgegen allen Warnungen funktionieren meine Ohren auch heute noch.
Liebe Grüße von Margot